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Gran CanariaDie Kanarischen Inseln bieten quasi das ganze Jahr frühlings- bis sommerhafte Temperaturen, die Wassertemperatur sinkt kaum unter 20 Grad und dabei wird durch den ständig wehenden leichten Wind die Temperatur selbst an heißen Tagen nie als unangenehm empfunden. Unser Domizil war das IFA Beach Hotel in San Augustin, etwa 4 Kilometer vor Playa del Ingles an der sonnenverwöhnten Südküste der Insel. Das erwies sich im nachhinein als gute Wahl, da man hier nicht inmitten der Großstadtatmosshäre des Nachbarortes versinkt und andererseits direkt am Strand wohnt. Schaut man in die Kataloge der Reiseveranstalter oder ins Internet, so bietet Gran Canaria eine fast unübersehbare Vielfalt touristischer Unterkünfte. Bei genauerer Betrachtung liegt der überwiegende Teil dieser Feriendomizile im Südteil der Insel zwischen Mogan und San Augustin. Und wenn man sich die gegend heute anschaut, muss man sagen, Gott sei Dank, so blieb der Rest der Insel wenigstens bislang von der nicht endenwollenden Bauwut verschont. Und wie in so vielen Urlaubsgegenden bleibt dem Gros der Touristen, wenn sie sich mit Strandurlaub begnügen, die landschaftliche Vielfalt der Insel verborgen. Diesem Umstand auch wiederum ein Gott sei Dank, denn würde jeder der zeitweise bis zu 200000 Urlauber mit Fahrzeug die Insel erkunden, ginge auf den eh schon engen Straßen wohl nichts mehr.

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Die Wahrzeichen der Insel

Unbedingt einen Abstecher wert sind die drei bekanntesten Bergformationen der Insel. Da ist zunächst der höchste Punkt der Insel, der Pico de las Nieves, der Schneegipfel, auf dem auch alle paar Jahre mal Schnee liegen soll. Von hier hat man eine herrliche Sicht auf die anderen beiden Wahrzeichen der Insel, den Roque Nublo und den Roque Benetaiga. Meist ist auch der höchste Berg Spaniens, der Teide auf Teneriffa zu bewundern. Eine gut ausgebaute Straße führt bis auf den Gipfel. Keine 20 Autominuten entfernt liegt der Roque Nublo, ein gewaltiger Monolith, den man allerdings nur nach einem 40 minütigen Fußmarsch vorbei am Mönch und am Frosch(zwei Felsformationen), erreichen kann. Schwierig ist es, am Wochenende hier einen Parkplatz zu finden, dann wird halt die ohnehin enge Straße vollens zugeparkt. Der Aufstieg ist sowohl bei nassem Wetter(rutschige Wege), als auch bei sonnigem(unerträgliche Hitze) nicht ganz ohne, wird aber trotz allem stets auch von sandalentragenden Touris angegangen. Oben hat man einen schönen Blick bis zur Küste und kann die ständig präsenten Bergsteiger im Felsen beobachten. Die Fahrt zum Roque Benetaiga ist an sich schon ein wundervolles Erlebnis. Man umrundet fast diesen Monolithen, der irgendwie ans Monument Valley in Utah erinnert und erreicht das malerische Städtchen Tejeda. Hier sollte man ruhig einmal die Hauptstraße verlassen und in den Ort hinabfahren. Gleich neben der Kirche befindet sich ein empfehlenswertes kleines Restaurant, wo man unter alten Eukalypthusbäumen und mit Blick auf den Roque Benetaiga gut essen kann. Hier kann man dann auch die für die Kanaren so typischen Papas Arugadas mit Mojo-Soße (rosso oder verde), in Salzwasser gekochte ungeschälte Kartoffeln, probieren.

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